Diesmal möchte ich euch an meinen Gedanken zu der Installation von „Frode & Jan“ – anlässlich des AtelierRundgangs von Q202 – im Satelliten Weichtalhaus im Höllental, Niederösterreich – teilhaben lassen.

Vorab ein Bild besagter Installation mit dem Titel „Gipfelsieg“ – danach meine Texte mit unterschiedlichen Titeln:

Gipfel.Sieg - Installation von Frode & Jan

Gipfel.Sieg

End.lich

Nach teilweise mühsamen Aufstieg
über steinige Geröllhalden
nach abschüssigen Gratwanderungen
stehe ich am Gipfel
das Ziel ist erreicht.

Mich umgibt grenzen.lose Freiheit
verbunden mit der Sicherheit
eines teilweise unsichtbaren Netzes
eingebunden in ein großes Ganzes
kann ich mich der Geborgenheit des Seins hin.geben.

Mein Blick schweift über das Tal
strahlend blauer wolkenloser Himmel über mir
die Kraft der Mutter Erde unter mir
nicht einmal fliegen kann schöner sein
Eins mit Allem.

Ich spüre die Verbundenheit mit Allem
gehalten durch ein wissendes Netz.Werk
getragen von der Kraft meiner Ahnen
angenommen in bedingungsloser Liebe
kann ich mich einfach fallen.lassen.

ICH BIN
am Gipfel meines Wollens
am Höhepunkt meines Schaffens
blicke hinab auf Vergangenes
und hinauf zu Neuem.

Sicherheit

Deine Seele hat sich einen makellosen Körper erwählt
doch ganz tief drinnen sind deine Perspektiven verschoben
ab.normal – nicht der Norm entsprechend
ver.rückt – du lebst in deiner eigenen Welt.

Ich kann es nicht nachvollziehen
wie du diese meine Welt siehst
aber ich kann dir helfen
dich in meiner Welt zurecht zu finden.

Ich bin dein Netz
welches dich umfängt
dich beschützt
und trägt.

Gemeinsam sind wir stark
trotzen allen Gefahren
und Anfeindungen
wir sind eins.

War der Weg auch steinig
du bist nicht mehr allein
fühl dich frei
dein Leben zu leben.

Du brauchst keinen Boden unter deinen Füßen
du kannst dich schwebend verwirklichen
ich umhülle dich mit meiner Liebe
und fange dich in meinem Netz auf.

Bondage

Binde mich
an dich
halte mich fest
für den Rest
meines Lebens.

Was ist Freiheit?
Gibt es das?
Würde ich es wirklich zu schätzen wissen?
Frei zu sein?
Unabhängig?

Noch ist es zu früh
ich brauche die Geborgenheit
die Sicherheit des Netzes
Arme die mich fest.halten
Seile, die mich an.binden.

Wenn ich gebunden bin
fühle ich mich frei
frei für den nächsten Schritt
zaghaft noch
testend, wie es sich anfühlt.

Wenn ich gebunden bin
bin ich frei
wenn du mich fest hältst
kann ich mich fallen lassen
binde mich.

Da.Sein

Gebunden in den Schnüren der Vergangenheit
und doch frei schwebend in meinem Sein
gestatte ich es mir noch nicht
wirklich frei zu sein.

Auch wenn mein Kopf zu platzen droht
ich mich gefangen fühle wie in einem Käfig
meine Gedanken irren umher
ver.irren sich in Träumereien.

Und doch bin ich frei
frei in meinen Ent.Scheidungen
es gibt keine Grenzen
außer jenen, die ich mir selbst setze.

Noch ist der Käfig meiner Gedanken präsent
doch er ist nicht mehr starr
es ist keine Mauer mehr
die mein Da.Sein umschließt.

Ich sehe Perspektiven
kann mich dem Leben hin.geben
auch wenn ich noch im Netz gefangen bin
im Netz meines bisherigen Welt.Bildes.

Hilf mir zu fliegen
meine Füße heben vom Boden ab
mein Geist wird frei
ICH BIN.

Alle Texte © ChrisTina Maywald

Demnächst mehr Bilder unter www.atelierrundgang2009.at.tf